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1. Der Fischer und
der arme Schuster
Auf der Insel Fehmarn lebten im Ort Landkirchen ein armer Schuster und
ein armer Schneider. Dem Schneider ging's aber noch schlimmer, da er einen
Buckel hatte und von allen deshalb verspottet wurde. Eines nachts ging
er an der Kirche vorbei. Aus dem Gotteshaus drang ein lauter Lärm
und anhaltendes Poltern. Als er nach dem Rechten sehen wollte, erschrak
er heftig.
In der Kirche traf er auf den Teufel, der einfach schrecklich aussah.
Die gesamte Kirche stank fürchterlich nach Schwefel. Der Teufel war
mit der gesamten Höllenbrut versammelt. Die kleinen Teufel amüsierten
sich köstlich. Sie kegelten mit den Köpfen der Verstorbenen
aus der Gruft. Und da kam der Schneider gerade recht. Der total verängstigte
Mann mußte wieder und wieder die Kegel aufstellen. Dann schlug die
Uhr eins. Die kleinen Teufel sprangen zurück in die Hölle. Die
Schädel rollten in die Gruft. Der Oberteufel aber war von der Arbeit
des Schneiders so angetan, daß er dem verdutzten Mann einen Wunsch
freistellte. Der völlig verängstigte Schneider wünschte
sich seinen Buckel fort. Der Teufel schlug ihm dreimal auf den Buckel.
Der Schneider fiel ohnmächtig um.
Als er wieder aufwachte, war er alleine in der Kirche. Der Buckel war
fort. Statt dessen hing ihm ein Sack voller Gold über die Schulter.
Glücklich lief der Schneider nach Hause und erzählte seiner
Frau von dem Glück. Damit er das viele Gold zählen könne,
schickte er seine Frau zum Schuster, um eine Waage zu leihen. Die Schustersfrau
verlieh die Waage. Da sie aber neugierig war, bestrich sie die Waage heimlich
mit Leim. So blieben einige Goldstücke am Boden hängen. Die
Schustersfrau bedrängte nun die Frau des Schneiders so lange, bis
diese das Geheimnis preis gab. Sofort eilte der Schuster zum Schneider,
damit dieser ihm half, auch reich zu werden.
Der Schneider ließ sich erweichen. Um Mitternacht schlichen sie
zur Kirche. Auch in dieser Nacht spielten die Teufel ihr makaberes Kegelspiel.
Schnell wurden die beiden Eindringlinge entdeckt. "Das ist also der
Dank!", schrie der Teufel den Schuster an. Wieder schlug im der Oberteufel
dreimal auf den Rücken. Und schwupp war der Buckel wieder da, größer
und häßlicher als vorher. Nach Hause zurückgekehrt fand
der Schuster seine Frau klagend vor. Das gesamte Gold hatte sich in stinkenden
Katzenkot verwandelt
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2. Der Fuchs von
Wallnau und die Brandenten.
Die rotschnabeligen Brandenten schmücken sich mit einem schönen
bunten Federkleid.
Wer so gut angezogen ist, hat auch ansonsten besondere Lebensansprüche.
Brandenten (auch »Brandgans« genannt) brüten in Fuchs-
und Kaninchenbauten. So ist es nachzulesen auf einer Informationstafel
im Wasservogelreservat Wallnau.
Ja, sind denn diese Brandenten noch ganz bei Trost?
In Kaninchenbauten - das mag angehen.
Aber in Fuchsbauten?!
Meister Reinicke, der Fuchs, ist schließlich kein Vegetarier.
Man sollte Brandenten
bei Zeiten das Menschenlied vorsingen: »Fuchs, du hast die Gans
gestohlen...«
Bleibt zu hoffen, die Brandenten schicken vor Bezug eines Fuchsbaues
einen höchst vorsichtig agierenden, stets abflugbereiten Spähtrupp
aus. Mit der Order zu prüfen, ob die Fuchswohnung verlassen und dauerhaft
aufgegeben ist.
Im Wasservogelreservat Wallnau leben Brandenten (noch). Aber auch der
Fuchs. Vom Beobachtungsturm konnte der Chronist ihn am hellichten Tag
erkennen", wie er von einem Nahrungsbeschaffungsausflug zurück
kam. Mit einem erbeuteten, größeren Vogel in der Schnauze.
So ist das in der Natur.
In den Sichtschutzwällen nahe dem Hauptgebäude von Wallnau
waren Eingänge des Fuchsbaus eindeutig auszumachen."
Brandenten - haltet euch fern!
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