Vorsicht
HAIE
Langsam
löst sich aus dem diffusen Blauwasserlicht ein Schatten. Aus dem
klaffenden Maul ragen rasimesserscharfe Zähne. Scheinbar träge
zieht der Hai seine Bahnen und
verharrt
dann unmittelbar vor mir. Seine kalten Augen fixieren mich als mögliche
Beute. Von links gleitet ein Zweiter Hai heran, auch er taxiert mich.
Von der Vorstellung hier nun als Fischfutter zu enden trennen mich nur
wenige Zentimeter - und beruhigendes massives Panzerglas. So schön
wie es auch in der Südsee zu tauchen ist, auf Fehmarn aber ist
es weit weniger gefährlich als in Ihren exotischen Heimatgewässern,
Haie und Ihre Artgenossen zu beobachten
Keine
Angst in der Ostsee gibt es keine Haifische, aber dafür auf Fehmarn!
1998 wurde der gigantische
Haitank mit einem 10 Meter langen Unterwasser-Glastunnel
in
das Guinessbuch der Rekorde aufgenommen. Das größte Becken
Deutschlands mißt 10 x 17 Meter. Der Besucher befindet sich zwei
Meter unter dem Meeresspiegel. 400.000 Liter Wasser umgeben Sie. Zu
einem unvergeßlichen Erlebnis wird die Begegnung mit unseren Haien.
Über zehn verschiedene Haiarten können bestaunt werden. Kleine,
harmlose Haie wie der Stierkopfhai, Wobbegong und Braunbandlipphai wurden
in unserem Hause bereits aufgezogen. Zu sehen sind auch der gefährlich
anmutende Sandtigerhai, Schwarzspitzen-Riffhai, Zitronenhai, und die
2,10 Meter langen Ammenhaie.
Um
den Plan in voller größe zu sehen bitte das Bild anklicken
Neben
dem großen Haitank erlebt der Besucher in einem Rundgang hunderte
tropische Meereslebewesen. Jedes Aquarium spiegelt die spektakuläre
Unterwasserfauna und -flora der Korallenriffe wieder. So genannte "lebende
Steine" und "niedere Meerestiere" sorgen dafür,
dass sich unsere Aquarienlieblinge wohl fühlen. Lassen Sie sich
hier von der atemberaubenden Schönheit, Form und Farbe der Korallenriffe
verzaubern. Tauchen Sie ein in die Tiefen der Ozeane und lassen Sie
sich von der
bizarren
Unterwasserwelt in ihren Bann ziehen. Muränen verstecken sich in
Felsspalten und lauern auf Futter. Am imposantesten ist die gefleckte
Netzmuräne. Oberschenkeldick und 1,50 Meter lang ist "Andy",
wie die ca. 60 Jahre alte Muräne von ihren Tierpflegern liebevoll
genannt wird.
Die Familie der Barsche beinhaltet 35 Gattungen
mit ca. 370 Arten. In unseren Aquarien sind bis zu 30 Arten vertreten.
Dazu gehört der Riesenzackenbarsch. Er kann 1 Meter Länge
erreichen und wiegt dann etwa 30 Kilogramm.
Die gefährlichsten aller Meeresbewohner lauern im Korallenriff.
Perfekt getarnt wartet der Steinfisch auf Beute. Absolut tödlich
sind die Gifttragenden Rückenstacheln. Einen weiten Bogen sollte
man auch um die Rotfeuerfische machen. Seine fledermausartigen Flossen
locken zur näheren Betrachtung, eine Berührung kann jedoch
den Tod bringen. Gefahrlos lassen sich bei uns Seeigel, Seesterne, Husaren-
und Soldatenfische sowie andere Nesseltiere beobachten.
Ungefährlich und als Liebling der Kinder werden in unserem Hause
Seepferdchen
gehalten. Wussten Sie schon, dass das Männchen bei den Seepferdchen
die Jungen zur Welt bringt? Hier kann man bei der Geburt der 2 Millimeter
großen Winzlinge zusehen.
Durch ständige Erweiterungen der Gebäudeflächen
und Aquarienanlagen hat sich das Meereszentrum weit über unsere
Grenzen hinaus einen Namen gemacht.
Anfang 1998 konnten in einem neu gestalteten Aquarium Mördermuscheln
gezeigt werden. Diese Muschelart wird seit den spektakulären Filmaufnahmen
von Hans Hass landläufig unter der Rubrik Meeresungeheuer geführt.
Die fußballgroßen Mördermuscheln haben ein Gewicht
von 4 Kilogramm und ernähren sich von Plankton und Licht. Anfang
April ist ein neues Schauaquarium den Besuchern zugänglich gemacht
worden. Das so genannte Ozeanarium ist der zweitgrößte Meerwassertank
im Hause. Darin befinden sich 70.000 Liter Meerwasser.
Manchmal werden öffentliche Schaufütterungen
von unseren Tauchern durchgeführt. Der Speiseplan der Aquarienlieblinge
ist vielseitig. Heringe, Dorsch, Tintenfische und Sprotten vertilgen
die größeren Arten. Die Kleinen werden mit Muschelfleisch,
Garnelen, Artemien und Salat verwöhnt.