Fehmarnkrone
Mythos
Harley Davidson


9. Harley Davidson treffen auf Fehmarn!
Susanne Skerra
. . . . . . . . . . . Eine Frau ruft - und 600 Harleys kommen . . .

 

 

In ganz Deutschland warten sie Jahr für Jahr auf das Startsignal-

Harley Davidson vor Wisser´s HotelUnd wenn dann Susanne Skerra ruft, setzen rund 600 Harley-Fahrer ihren Helm auf, starten die Maschinen und gleiten unter dem dumpfen Dröhnen der Motoren Richtung Fehmarn. Zum 9. Mal organisiert die Chefin von Wisser's Hotel am Burger Markt das HarleyTreffen - und jedes Mal kommen mehr Biker auf ihren legendären Maschinen, die sie chromblitzend am Markt abstellen. Susanne Skerra ist auch begeisterte Harley-Fahrerin: Erst rollte sie im schwarzen Lederdress auf einer Sportster 883 über die Insel, jetzt hat sie eine Softail 1338.
Feuerspuckender Gnom
Am Rathaus steht zum PS-Vergnügen ein Festzelt, an Ständen fließt kühles Bier vom Faß, Feuerspucker Gnomsorgt für Spaß und Verblüffung. Selbst Hexen geben sich hier ein kleines Stelldichein, wobei zu bemerken ist das trotz der teilweise Furcht einflößend geschminkten Gesichtern selbst Kinder keine Angst vor diese Hexen Hexen der Neuzeit in Burghaben. Es werden Caipirinha und andere Cocktails ausgeschenkt, auch für Essen ist gesorgt. Im Laufe des Sonntag rauschen die Harleys wieder ab

Samstags beginnt um 12 Uhr ein Frühschoppen auf dem Markt, wo sich ein Ochse am Spieß dreht. Er wird zerlegt und Portionsweise verkauft. Auf Wisser's Terrasse gibt es Spare Ribs, Steaks oder Muscheln.
Um 15 Uhr starten die Harleys zu einer Ausfahrt nach Puttgarden, Petersdorf, Landkirchen und zum Südstrand.Ufstellung zur Ausfahrt
Ab 18 Uhr beginnt die Party im Zelt und Drumherum mit einer Happy Hour.
Um 20 Uhr spielt die tolle "60's Revival Band" aus Essen. Ein Gnom bzw. Elb spuckt Feuer, die FunkyDancers zeigen Table-Dance, gegen Mitternacht gibt es Girl & Man-Strip. Zwischendurch werden Maschinen prämiert Sonntag (1. September) ist ab 11 Uhr Biker-Gottesdienst im Zelt danach Marktplatz BurgFrühschoppen mit Jazz derSwing-Feetwarmers. Im Laufe des Nachmitags endet der Harley-Spaß mit einer kleinen Ausfahrt.

Die Harley-Fans sind weltweit wie eine große Familie. Sie kennen fast jeden Namen der Maschinen, zum Beispiel "Herital Costum", "Super-Glide" oder "Shovelhead", können PS-Zahl oder Hubraum aufsagen. Nicht die Geschwindigkeit, sondern das satte Brummen der Motoren und der blitzende Chrom ihrer Maschinen lassen sie alles andere vergessen. Es gibt über 20 Harley Davidsonverschiedene Modelle.
Die Harley-Davidson-Story beginnt um 1900 in Milwaukee, USA. Dort tüftelten die beiden Schulkameraden Arthur Davidson und William Harley ein Fahrrad mit Motor aus, das sie in einem Schuppen hinter dem Haus zusammenbauten. 1903 knatterte dann das erste Harley-Davidson-Motorrad durch Milwaukee. Es war ein Einzylinder mit 400 Kubikzentimetern und drei PS...
1905 wurden acht Harleys gebaut.
1910 waren es schon 3000, die inzwischen fünf PS aus zwei Zylindern holten. Heute gleiten Millionen Maschinen mit deem legendären Namen Harley-Davidson über die Straßen der Welt..Hund mit brille

Auch so was gibt's am Rande des Harley-Treffens: Mit einem Bobtail im Beiwagen rollten Biker vor den Laden vonFehmarn-0ptik am Burger Markt. Frauchen und Herrchen suchten nach einer Schutzbrille gegen Fahrtwind für ihren Viereiner. Optikermeister Günther Kaninck schmunzelnd: "Auch für den Hund fanden wir was passendes..."



Quelle: UrlaubsKurier-Nr23/2002

ACHTUNG

100 Jahre
Harley Davidson 1903 - 2003
Im Jahre 2003 feiert der
Mythos Harley Davidson
sein 100jähriges bestehen.

ACHTUNG



"Bei uns kauft man eine Philosophie, das Motorrad gibt es dazu"
,

so selbstbewußt kann nur einer auftreten: Harley Davidson. Kaum etwas vermittelt emotionaler den Harley Davidson FlaggeTraum von grenzenloser Freiheit als ein Ritt mit einer Harley über Amerikas Straßen.

Peter Fonda und Dennis Hopper machten es 1969 in dem Kultfilm "Easy Rider" vor. Etwa 50.000 Deutsche leben diesen Traum heute nach. Wer eine Harley kauft, wird für ein Jahr automatisch Mitglied bei der H.O.G., der Harley Owners Group. Nach einem Jahr kostet die Mitgliedschaft dann eine Gebühr, etwa 10.000 Deutsche Ausfahrtzählen trotzdem dazu, weltweit sind es stolze 370.000 Mitglieder. Die Nachfrage nach Harley-Davidson-Maschinen übersteigt seit Jahren das Angebot; knapp 5000 Maschinen werden alljährlich in Deutschland abgesetzt.

Der Mythos Harley lebt, mehr denn je. Gegründet kurz nach der Jahrhundertwende im Jahr 1903, steuert das Unternehmen stolz auf den einhundertsten Geburtstag zu. Durch manchen geschäftlichen Sturm mußten die Schrauber aus Milwaukee gehen. Als die Japaner mit Macht auf den harley Davidsonamerikanischen Markt drängten, verfügte Ronald Reagan ruck, zuck einen fünfprozentigen Einfuhrzoll. Aber auch eine konsequente Kundenorientierung brachte viele Fans zurück. Zum Beispiel besuchten die Chefs persönlich Harley-Treffs, hörten sich die Wünsche der Biker an und setzten diese um.

Harley-Fahrer sind Genießer. Sie rasen nicht über die Autobahnen, sondern sitzen ganz entspannt auf ihrer Maschine, lässig zurückgelehnt, einen Integralhelm verschmähend - aber natürlich nicht Helmlos - und rollen über staubige Landstraßen. Der Durchschnittskunde zählt zu den etwas gesetzteren Jahrgängen um die 40 mit einem respektablen Einkommen von 65.000 Dollar.

"Sahen so ihre Jugendträume aus?" fragt geschickt eine Harley-Werbung und zeigt einen in die Pflichten des Alltags eingebundenen Menschen. Nein, natürlich nicht, aber ausbrechen geht auch nicht mehr so richtig. Ein bißchen zumindest hilft Harley-Fahren dabei, denn eine Harley kommt einfach nicht aus der Mode. Harley-Boss Teerlink brachte es auf den Punkt: "Wir sind billiger als die Couch beim Psychiater."

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