Inselkarte
Leuchttürme auf Fehmarn

 

Leuchttürme auf Fehmarn,

Der Flügger-Leuchtturm, hoch, schlank und rank wie aus dem Bilderbuch ragt der höchste der Flügge Leuchtturm mit RapsfeldLeuchttürme Fehmarns rot-weiß gestrichen in den meist blauen Himmel. Genauso wie sich ein Urlauber von der Allgäuer Alm einen richtigen Leuchtturm vorstellt. Zu Anfang, so um 1872 an war der Flügger Leuchtturm nur 16 m hoch, aber seit 1916 Flügger Leuchtturm bei Nachtleuchtet sein weißes Licht vom 35 Meter hohen Turm über 15 Seemeilen weit hinaus auf See. Die Südwestspitze der Insel von diesem neuen Bau gesichert. Viele Besucher sind der Meinung, und da kann ich mich ruhigen Gewissens Anschließen, der Flügger Leuchtturm ist der schönste der Insel.

 

Weiter die Küste entlang, Richtung Norden kommt man bei Westermakelsdorf zu einem weiteren Leuchtfeuer. Auch dieses hat schon so einige Jahre auf dem Buckel, denn es wurde 1882 zur Sicherung der Einfahrt in den Belt gebaut. Im Laufe der Jahre wurde auch dieser Westermakelsdorfursprünglich rund 10 m hohe Turm 1902 auf seine heute 18 Meter aufgestockt.
Der Leuchtturm wurde an der Nordwestecke der Insel Fehmarn, hinter dem Deich, errichtet und weist der Schifffahrt als Orientierungs- und Warnfeuer den Weg in den Fehmarnbelt. Als Lichtquelle war anfangs eine zweidochtige Petroleumlampe Westermakelsdorf 2eingesetzt, 1922 ein Benzol-Glühlichtbrenner, ab 1924 elektrische Lampen (als Ersatzlichtquelle noch bis 1961 stehendes Propanglühlicht - 32 x 42 mm). Bis 1984 wurde die Kennung des Leuchtfeuers in den küstennahen Warnsektoren mit Hilfe von Otterblenden erzeugt; seither wird die Lampe getaktet. Der heute unter Denkmalschutz stehende achteckige Turm ist aus Backsteinmauerwerk mit einer Galerie. Ein Wohnhaus ist direkt angebaut. Turm und Gebäude sind gelb gestrichen, die aufgesetzte Laterne rot. Die Stromversorgung erfolgt aus dem öffentlichen Netz, ein Dieselaggregat dient der Notstromversorgung.

Ein weiterer der fünf Leuchttürme auf Fehmarn ist der Leuchtturm von Marienleuchte.
leuchtfeuer Marienleuchte alt Er ist gleichzeitig das erste Leuchtfeuer das auf Fehmarn eingerichtet wurde Eine Darstellung aus dem Jahre 1838 zeigt die Notwendigkeit dieses Feuers:
Eine Sandbank "Roter Sand" ragt von Lolland und Falster so weit in den Fehmarnbelt hinaus, daß die Schiffe sich nahe an das niedrige Fehmarn halten müssen, dort aber in Gefahr geraten können, durch die Strömung auf Leuchturm Marienleuchte neudas "Puttgardener Riff", eine 4 km lange und 700 breite Sandbank, gesetzt zu werden, die sich so steil von der Tiefe abhebt, daß durch Lotungen mit dem Senkbeil besonders nachts die Gefahr nicht erkannt werden kann.
Heute steht dieser Turm unter Denkmalschutz und wird durch den neuen, 33 m hohen rot / weißen Leuchtturm ersetzt. Gerade für die Fährverbindungen der Vogelfluglinie zwischen Dänemark und Fehmarn ist dieser Turm von besonderer Bedeutung. Der besondere Namen stammt noch aus der Zeit dänischer Verwaltung. Im Jahre 1832 wurde am Ohlenburger Huk, dort wo die Nördliche Küste endgültig nach Süden abknickt, die neue technische Errungenschaft feierlich eingeweiht. Da an diesem 28,Oktober der Geburtstag der damaligen dänischen Königin Maria Sophie Friederike von Dänemark war wurde dieses Leuchtfeuer dann auch nach der Königin benannt. Man stellte damals einfach eine Öllaterne auf das Dach eines 18 Meter hohen Gebäudes. Erst im Jahre 1967 wurde neben der alten Marienleuchte ein neuer jetzt 33 Meter hoher Turm eingesetzt. Leider ist auch dieser Leuchtturm für Besucher nicht mehr zu besichtigen. Aber die Fernsicht ist von diesem Punkt aus bei klarem Wetter schon etwas besonderes. Der blick reicht bis nach Lolland, das gut 19km entfernt ist. Mit einem Feldstecher oder nur mit guten Augen ist sogar der Kirchturm von Rodby zu erkennen.

Der Staberhuker Leuchtturm.

Im Duden sucht man das Wort Huk vergeblich, aber im Fremdwörterbuch wir der Begriff Staberhukerläutert. Die HUK, Mehrzahl Huken wird beschrieben als Landzunge die den geradlinigen Verlauf einer Küste unterbricht ( Seemannsprache) Das nur, damit man Leuchtturm Staberhuk  kuppelweiß was mit einem Huk gemeint ist. Jede Huk ragt recht frech in das Meer hinaus, eine guter Platz um die See aus gleich drei Richtungen zu genießen, und auch ein Idealer Platz für ein Leuchtfeuer - sind sie doch durch ihren Vorgelagerten Standort aus fast allen Richtungen zur See zu erkennen. Fehmarns Huken sind allesamt mit Leuchtfeuern ausgestattet. Angefangen mit Struckkamphuk, Makelsdorfer Huk, Marienleuchte am Ohlenborgs Huk und hier am Staberhuk
Hier am Südwestlichsten Zipfel der Insel wartet der Leuchtturm gleich mit einer echten Antiquität auf. Gebaut im Jahre 1903, an der Steilküste von Staberhuk, ist der 23 Meter hohe Inselleuchtturm der jüngste seiner Art auf Fehmarn. Das Leuchtfeuer aber, genauer gesagt das Laternengehäuse und die Optik stammen aber, und das ist dir Staberhuk leuchtturmBesonderheit von einem alten Helgoländer Leuchtturm der zu seiner Bauzeit noch unter englischer Herrschaft seinen Dienst versah. Nachdem dieser um 1902 seinen Dienst einstellte verkaufte man das Gute Stück kurzerhand nach Fehmarn wo es heute als "Second Hand Leuchtturm" bekannt ist.


Leuchtturm Struckkamphuk
Leuchtfeuer StrukkamphukEingerichtet wurde das Leuchtfeuer im Jahre 1872. Aus einer damals allabendlich einfach an einem Mast hochgezogenen Laterne, wurde mit den Jahren der Leuchtturm Struckkamphuk. Auch wenn er der kleinste seiner Art ist so hat er doch für die Schifffahrt eine wichtige Rolle gespielt und tut dies noch heute. Im Zusammenspiel mit dem Flügger Leuchtturm ist er als Unterfeuer für die aus Osten kommenden Schiffe für die Fahrt durch den Sund von großer Bedeutung. Der 1896 aus Eisen errichtete 5 Meter hohe achteckige Leuchtturm wurde 1935 durch einen weißen runden Betonturm (5 m) ersetzt. 20 Jahre lang leuchtete ein Flüssiggaslicht in dem Turm, bevor ab 1954Strukkamphuk Leuchtturm ein 40 W/220 V Glühlampe zum Einsatz kam. Das LF wird von einer Steuerung im Schalthaus an der Fehmarnsundbrücke geschaltet und überwacht. Die Fernübertragung erfolgt durch die Verkehrszentrale Travemünde. Im Jahr 2000 wurde die alte Lichttechnik durch eine Lampenwechselvorrichtung bestückt mit 6 24 V/150 W Halogenglühlampen in Betrieb genommen. Nachdem am Oberfeuer Flügge die Lichttechnik ersetzt wurde, musste auch am Unterfeuer Strukkamphuk die Lichttechnik ersetzt werden, damit für die Betrachter das Oberfeuer Flügge mit dem Unterfeuer Strukkamphuk annähernd gleich hell erscheint.