Inselkarte
Leuchtturm Staberhuk

An der südöstlichsten Spitze Fehmarns wurde direkt an der Steilküste 1903 mit dem Bauarbeiten für den jüngsten Leuchtturm aufder Insel begonnen.

Man erkennt deutlich die zwei unterschiedlichen Ziegelarten. Anfangs war der Turm vollständig aus gelben Ziegeln gebaut. Diese hielten auf der "Wetterseite" jedoch den Bedingungen nicht lange stand und wurden dort durch rote, härtere Ziegel ersetzt, wodurchder Leuchtturm eine wohl einzigartige Charakteristik erhielt.


Auffällig ist die besondere Stämmigkeit des Turms, da dieser keine gewöhnliche Laterne tragen sollte, sondern die gusseiserne Konstruktion des ehemaligen Leuchtturms von Helgoland.

Die Optik ebenso wie das Laternenhaus waen ursprünglich in England  für den Leuchtturm Helgoland gefertigt und 1875 eingebaut worden.

 

1908reiste der Maler Ernst Ludwig Kirchner mit seiner damaligen Freundin, der Fotografin Emmi Frisch, nach Fehmarn, wo er sich beim Leuchtturmwärter von Staberhuk einquartierte. Auch in den Jahren 1912 - 1914 hielt sich der Mitbegründer der bekannten Künstlergruppe "Brücke" auf der Insel auf, wo eine große Zahl seiner Werkeentstand. Er hinterließ mehr als hundert Gemälde mit Fehmarnmotiven, dazu Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen sowie geschnitzte Holzskulputren aus Strandgut.

Der Leuchtturm Staberhuk auf der südöstlichen Spitze der Insel Fehmarn im Sommer 2009

 

. Man erreicht diesen Turm am besten von einem in der Nähe (nördlich) befindlichen Militärstützpunkt bei einer Wanderung entlang der Küste (Leuchtturm samt Grundstück sind - wie alle Fehmarnfeuer -außer Flügge  - leider nicht zu betreten!).

Der Leuchtturm wurde errichtet, nachdem 1900 ein kaiserliches Torpedoboot bei Staberhuk auf Grund lief

 

 

 

der Leuchtturm Staberhuk aus südöstlicher Richtung gesehen.

Das untere Bild ist vom Dezember 2009.

(Orientierungsfeuer, in Betrieb seit 1904, Bauwerkshöhe 22 m, Feuerhöhe 25 m, Tragweite weiß 18 sm - grün 14 sm, Charakteristik [Oc (2) WG 16s] zwei Verdunklungen alle sechzehn Sekunden, Optik: Gürtellinse - ab 1928 elektrifiziert, Int. Nr.: C 1286)
[ (1s) - 3s - (1s) - 11s ]
Ausschnitt aus einer Seekarte
Koordinaten (GPS) : 54°24'09.5''N - 11°18'40.2''O
Geographische Lage
WGS 84 Koordinaten:
54°24.155' nördliche Breite
11°18.651' östliche Länge
Bauzeit. 1903
Baumaterial: gelber Backstein, wurden später auf der Westseite gegen rote Ziegelsteine ausgetauscht
Turmhöhe: 22,6 m
Lichtpunkthöhe: 25,5 m

Allgemeines:

Den Leuchtturm Staberhuk bezeichnet man als Orientierungsfeuer für den Fehmarnsund.

Beschreibung:

Gelber, runder Turm mit roter Laterne.

1903 begannen die Arbeiten für den jüngsten LT Fehmarns. Aus gelbem Backstein entstanden Wärterhaus und der besonders stämmige Turm. Er hatte nämlich nach seiner Fertigstellung keine gewöhnliche Laterne zu tragen, sondern die gusseiserne des alten Leuchtturmes von Helgoland. Das fast 2,5 m hohe Glasgetüm wurde nach Fehmarn geschafft und auf dem Turm montiert.

Da die gelben Steine des LT an der Westseite den wechselnden Witterungseinflüssen nicht standhielten, tauschte man diese gegen rote Ziegel aus. Eine Charakteristik des LT, die sicher einmalig ist. Das Leuchtfeuer Staberhuk wird von der Verkehrszentrale in Travemünde fernüberwacht. Mittels einer Gürtelleuchte, Baujahr der Optik etwa 1870, Höhe = 241 cm, Brennweite = 925 mm und einer HQJ-T 400 W Halogenentladungslampe wird eine Lichtstärke von 115680 cd erzeugt, mit der eine Nenntragweite von ca. 19 sm erreicht wird.

Durch eine Umlaufblende wird die Kennung Ubr. Grp. 2 weiß und grün = (1) + 3 +(1) + 11 = 16 s erzeugt.

Bei Netzausfall steht eine Netzersatzanlage zur Verfügung.