Fehmarnkrone
Niobe
ein Denkmal

 

Niobe - ein Denkmal

Ein Findling und ein weißer Schiffsmast in der Strandlandschaft am Gammendorfer Strand erinnert Denkmal Niobean das tragische Unglück im Juli 1932.

Damals lag das Segelschulschiff NIOBE etwa 8km vor der Küste Fehmarns. Das Schiff das als Niobe traurige Berühmtheit erlangte wurde erst 1922 in der Kieler Germania Werft von Schoner zu einer Jackassbark mit nur drei aber dafür höheren Masten umgebaut. Mit seiner um gut ein Drittelvergrößerten Segelfläche sah das Schulschiff sehr flott aus, aber die Fachleute der damaligen zeit warnten vor der Ihrer Meinung nach zu großen Segelfläche und Übertagelung. Doch wie so oft wurden die Mahner überhört.

Während der Nacht vom 25 auf den 26 Juli 1932 ankerte die Niobe mit 109 Mann Besatzung 8km vor der Küste bereit zum Auslaufen in die östliche Ostsee. Ein Sommersonnentag mit ruhiger glatter See, ein Flugzeug vom Typ DO x, das damals größte Flugzeug der Welt nähert sich dem Schulschiff bei strahlendem Sonnenschein und es gibt ein großes Winken und Hallo auf der Niobe, das der Flugkapitän ein ehemaliger Marineoffizier war. Am Vormittag des 26,08, nahm man Kurs auf den Niobe unter vollen SegelnBelt in Richtung Warnemünde gegen 13 kamen dann schwere Gewitterwolken auf.

Die Obersegel wurden zwar geborgen aber es blieb noch genug Segelfläche gesetzt. Gegen 14.15Uhr begann dann eine Böe unvermittelt wuchtig gegen das Schiff zu blasen. Die Niobe neigte durch die viel zu große Segelfläche sich blitzschnell nach Backbord und lag Sekunden später schon mit Mast und Segel in der See. Wasser schoß in die Niedergänge und lies den Seeleuten unter deck keine Chance aus dem Rumpf des Schiffes an Deck zukommen.
Wer schon vor der Kenterung an deck war hatte bessere Chancen der Katastrophe zu entgehen. Die Besatzung eines anderen Schiffes und auch auf dem Feuerschiff Fehmarnbelt ließen sofort Rettungsboote zu Wasser. Doch trotz dieser relativ schnellen Hilfe konnten nur 40 Seeleute der Niobe lebend geborgen werden. 69 ( neunundsechszig ) Männer waren ertrunken.

Das Wrack lag in 28 Meter tiefe. Nach der Bergung, etwa einen Monat später fand man im innerenStrand und Mahnmal Niobe des Rumpfes die Leichen von 50 ertrunkenen Seeleuten die restlichen 19 blieben verschwunden. Am 18, September gab es ein makaberes Schauspiel vor der Ostseeküste Pommerns. Fast die gesamte Reichsmarine versammelte sich zur letzten Ehre der Niobe. Das Torpedoboot "Jaguar" versenkte das Wrack der Niobe endgültig auf 55 Grad 14´ nördlicher und 17 Grad 21´östlicher Länge. Der Kapitän der Niobe, Kapitänleutnant Ruhfus, der das Unglück überlebte wurde später von einem Kriegsgericht von der Verantwortung an der Katastrophe freigesprochen. Man machte höhere Gewalt, eine so genannte Fallböe für das Unglück verantwortlich.

Wenn man heute an dem Denkmal steht und die Bronzene Tafel auf dem Findling liest hat man mit Sicherheit etwas mühe die Inschrift zu verstehen:

"Es ist nicht nötig das ich lebe,
wohl aber das ich meine Pflicht tue"