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Wasservogelreservat Wallnau

 

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Geschichten aus Wallnau
Der Einsame vom Krummsteert
, vom Schutz der Wasservögel

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Ein Besuch im Wasservogelreservat Wallnau ist immer ein Erlebnis !

Welche Vögel sind zur Zeit zu sehen

Nicht nur echten Insulanern bedeutet ihre Insel die Krone im blauen Meer, wie es die FehmarnfahneEingangsbereich Wallnau symbolisiert, auch für tausende von Gästen ist die Insel ein Schatz, ja, eine überlebensnotwendige Kostbarkeit. Denn Fehmarn ist nicht nur Ferieninsel und Trittstein für Skandinavienfahrer auf dem schnellen Weg nach Norden, sondern auch Hauptkreuzungspunkt der zuwege riesiger Vogelschwärme während ihres Vagabundenlebens zwischen den Brutgebieten in Nordeuropa, der Arktis und Sibirien, sowie ihren Überwinterungsplätzen in Mittel- und Südeuropa oder Afrika.

Die Bedeutung Fehmarns für den Vogelzug ergibt sich aus der Lage der Insel als wichtiger feuchtwiesen Wallnau"Trittstein" auf der "Vogelfluglinie" in der südwestlichen Ostsee. An Landbrücken, wie sie Fehmarn und die dänischen Inseln als kürzeste Verbindung zwischen Mitteleuropa und Skandinavien darstellen und Meerengen wie dem Fehmarnbelt kommt es zu Bündelungen mehrerer Zugwege. Weil Seevögel eine ausgeprägte Scheu vor dem Passieren größerer Landflächen zeigen und Landvögel das Überfliegen ausgedehnter Wasserflächen meiden, kommt es auf unserer Insel und um sie herum zu überwältigenden Ansammlungen großer Vogelschwärme.

Das Ergebnis des Vogelzuges lockt jährlich viele hundert Naturliebhaber nach Fehmarn, obwohl es seine einstmals gewaltigen Dimensionen eingebüßt hat. Trotzdem erstaunen seine Ausmaße immer wieder aufs neue, und der Gast, der dies zum ersten Mal erlebt, ist überrascht und beeindruckt.


Hier finden die Zugvögel noch Naturlandschaften, in denen sie rasten, Nahrung aufnehmen und Kraft für den Weiterflug schöpfen können. Vor dem Hintergrund der ökologischen Sünden der Vergangenheit, denen viele Rastgebiete zum Opfer fielen, haben die verbliebenen Plätze für die Vogelwelt einen besonders hohen Wert. Hierzu gehören auf Fehmarn das Naturschutzgebiet "Grüner Brink", westlich von Puttgarden, und daran anschließend der nördliche Binnensee, im beobachtungsunterstandWesten der Insel die gesamten Niederungsbereiche bis in die Orther Bucht hinein; hier besonders die Naturschutzgebiete Wasservogelreservat Wallsau und Krummsteert/ Sulsdorfer Wiek. Hier gibt es Flachwasserteiche mit weiten Schlammbereichen und schilfbestandenen Brutplätze in NSG WalnauUnterzonen, die nicht nur Rast-, sondern auch Brutmöglichkeiten bieten.

Hier ist nicht nur die Kinderstube vieler Vögel der Küsten- und Seenlandschaften zu finden, sondern auch eine artenreiche Amphibienwelt ist hier zu Hause. Trockenrasen und ausgedehnte Küstenheidenbereiche, die natürlichen Endstadien der Düsenentwicklung, bieten zahlreichen blühenden Pflanzen und damit auch Insekten ihren fleißigen Besuchern einen geeigneten Lebensraum. An einigen Stellen entstehen durch zeitweilige Überschwemmungen von eindringendem Ostseewasser sogenannte Salzwiesen mit Pflanzen, wie sie sonst nur an der Nordseeküste zu seevögel in Walnaufinden sind, wie z. B. die Strand oder Salzaster. Die urwüchsigen Steilküsten im Osten der Insel laden vor allem im Frühjahr, wenn Scharbockskraut und Buschwindröschen gelb und weiß durch die noch unbelaubten Bäume und Sträucher leuchten, zu romantischen Spaziergängen ein. Hier ist auch ein besonderes Kleinod, nämlich die Lagunen im Katharinenholz mit ihren bizarren abgestorbenen Bäumen. zu entdecken. Eine weitere Steilküste bei Wulfen bietet unzähligen Uferschwalben Platz, ihre Brutröhren in die steile Wand zu graben. Die Insel Fehmarn mit Steilufern und flachen, weit in die See auslaufenden Küstenbereichen. Brütended Seevögelzeigt auf kleinem Raum eine Wiederholung fast der gesamten, sehr abwechslungsreichen Ostseeküste: Hier wie dort gibt es Steilküsten, an deren Abbruchufern das Meer nagt. Hier wie dort wird ständig Bodenmaterial durch küstenparallele Strömungen abtransportiert und an anderen Stellen wieder abgelagert.

Dabei entstehen weiter charakteristische Bildungen der Ostseeküsten, wie sie an der Westküste Fehmarns zu finden sind. Doch sind diese für die Ostsee so charakteristischen Lebensräume nur zu erhalten, wenn sie in ihrer Einmaligkeit erkannt und bewahrt werden. Wie alles Wertvolle sind auch die Bereiche, in denen Tiere ihre Jungen aufziehen, Vögel in Ruhe rasten und Nahrung aufnehmen können. in denen seltene Pflanzen noch zur Blüte kommen, empfindlich und auf die Wertschätzung und vor allem die Rücksichtnahme des Menschen angewiesen, ja ihnen Brandente oder Brandgansausgeliefert. Jedoch kann jeder Mensch unmittelbar und direkt zum Erhalt dieser Lebensräume beitragen, in dem er einige einfache Regeln beherzigt:

Um die Vegetation nicht zu zertreten und ruhende Tiere nicht aufzuscheuchen, bleibt er auf den markierten Wegen und richtet sich nach den entsprechenden Hinweisschildern.

Während seiner Strandaufenthalte und Spaziergänge hinterläßt er keine "Andenken", sondern nimmt seinen Abfall wieder mit und entsorgt ihn in den dafür vorgesehenen Behältern. Seine Spaziergänge unternimmt er entweder auf lern Deich oder direkt an der Wasserlinie, so daß die sensiblen Pflanzen des Strandwalls und der Dünenbereiche nicht zertreten werden.

Er lagert nicht in den empfindlichen Düsenbereichen, um der sich dort zaghaft Pafd dedr Sinneentwickelnden charakteristischen Dünenvegetation wieder eine Chance zu geben (nebenbei bemerkt, stehen Dünen unter dem Schutz des Gesetzgebers).

In empfindlichen Gebieten und vor allem während der Brutzeit leint er seinen Hund an, um eine unnötige Störung wildlebender Tiere zu vermeiden und den Hund vom Wildern abzuhalten.

Als Segler und Surfer achtet er Naturschutzgebietsgrenzen, so meidet er die Sandbank im Naturschutzgebiet Grüner Brink, um die dort nach Nahrung suchenden Vogelscharen nicht zu verjagen, und landet der Strandhaken des Krummsteert nicht an, um die höchst selten gewordenen und störungsanfälligen Zwergseeschwalben nicht unnötig zu beunruhigen und darüber hinaus ihren Brutplatz dauerhaft zu sichern. (Eva-Dorothea Jürgens, Wasservogelreservat Wallnau)

 

Kontakt: NABU Wasservogelrervat Wallnau

23769 Westfehmarn

Phone: 04372 - 10 02

Fax: 04372 - 14 45

e-Mail: mail@nabu-wallnau.de

http://www.nabu-wallnau.de