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Vogelreservat Wallnau
Der Pfad der Sinne

Der Pfad der Sinne

Neben der nahezu hautnahen Begegnung mit frei lebenden Tieren auf dem gesamten Gelände des
Wasservogelreservates geht es auf dem „Pfad der Sinne" darum, Natur im Wortsinne zu
„be-greifen",
zu „er-fühlen" und
zu „er-riechen".
Die Entfaltung der Sinne und - damit einhergehend
- die Erfahrung des eigenen Körpers in der Natur stellt einen unmittelbaren Bezug zwischen dem
Menschen und seiner Umgebung her. Eine intensive Erfahrung, die das Ausblenden des Alltags
und die Öffnung für die Erlebnisse im Wasservogelreservat Wallnau erleichtert.

Die sinnlichen Erlebnisstationen im Einzelnen:

 

• Balancierscheibe - „Tanz in die Balance"

Eine große Balancierscheibe (ca. 3m Durchmesser) regt Gruppen zum gemeinsamen Balancespiel
an. Aus einem anfänglich starken Bewegungsdrang entwickelt sich in der Gruppe der Wunsch, die
Scheibe durch behutsame Ausgleichsbewegungen ins Gleichgewicht zu bringen - so entsteht ein
Spiel der Ruhe. Die Beziehung aller untereinander wird durch jede Bewegung auf der
Balancierscheibe spürbar. Vergleich zu biologischen Gleichgewichten sind möglich: Fällt eine Art
aus bzw.. springt ein Mitspieler von der Balancierscheibe, gerät das ganze System ins Kippen. Wie
in der Natur stellt sich kein stabiles Gleichgewicht ein.

 

• Wasserstrudel - „der hypnotische Sog"

Ein mehr als 2m großer, teilweise durchsichtiger Zylinder ist mit Wasser gefüllt. Ein durch eine
WasserstrudeelKurbel betriebenes Hand-Rührwerk setzt das Wasser durch eigene Kraft in Bewegung und erzeugt
durch die gegenläufige Auf- und Abwärtsbewegung des Wassers einen nahezu magischen
Wasserstrudel. Während der Betrachtung treten alle anderen Reize weit in den Hintergrund. Das
verwendete Medium Wasser fügt sich besonders gut in das Umfeld Wallnaus ein.

 

• Strömungstisch - „Wasser marsch"

Der Strömungstisch vermittelt spielerisch die naturhistorische Entstehung Wallnaus aus einer
ehemaligen Ostseebucht durch von küstenparallelen Strömungen antransportiertes Material: Aus
einem angrenzenden Teich wird Wasser in einen Tisch, der mit verschiedenen Hindernissen aus
unterschiedlichen Materialien gefüllt ist, gepumpt. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch die
Hindernisse und formt damit eine Landschaft - die wie in der Realität durch den Eingriff des
Menschen beeinflusst werden kann.

 

• Dendrophon dendrophon

Hölzer haben je nach Baumart ihre eigenen Klänge. Je nach Holzart, Länge und Dicke der
verwendeten Hölzer ergeben sie durch Anschlagen mit einem Holzhammer unterschiedliche
Töne. Klanghölzer aus Hartholz in unterschiedlicher Länge sind gemäß einer Tonleiter in ein
Gestell montiert - ihre Klänge laden zum gemeinsamen Musizieren ein.

 

• Summstein

In einem eingegrabenen großen Granitstein befindet sich eine gut kopfgroße Höhlung. Diese
Summsteinfordert dazu auf, mit dem Kopf in eine für sich geschlossene Welt einzutauchen. Summstein 2 Jeder darin durch
einen Besucher selbst erzeugte Ton wird zurück geworfen und so stark verstärkt, dass sich die
Schwingungen spürbar durch den ganzen Körper fortsetzen - und dieser ebenfalls zu schwingen
beginnt.

 

• Steinpendel - „von kleinen Ursachen und großen Wirkungen"

Ein schwingender Gesteinsblock ist an drei aufeinander spitz zulaufenden Holzstützen
aufgehängt. Beim Sitzen auf ihm werden durch die ungewohnt langsame Pendelbewegung Masse,
SteinpendelErdanziehung und Schwerelosigkeit deutlich spürbar. Kleine Anstöße bringen dabei träge Massen
viel eher zum Schwingen als machtvolle Bewegungen. Mutige legen sich bei trockenem Wetter
unter den sanft pendelnden Stein - und nehmen wahr, wie der Körper nahezu magisch vom
Boden angezogen wird.

 

Tasten und Schnuppern

Pfad der SinneEin Teilstück des Pfades der Sinne führt über Fichtenzapfen, runde Steine und weiche Hölzer.
Wer mag, ertastet und erfühlt seinen Weg mit verbundenen Augen und ohne Schuhe. Speziell
Tastkastenbereitgelegte Kräuter können zusätzlich „erschnuppert" werden. Eine gute Gelegenheit, andere
Sinne als das Sehen zu schärfen. (Im Sommer sind auf diesem Weg besonders die Brombeerbüsche
gefragt).

 

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Kontakt für Rückfragen
Cornelia Sternke, Referentin Öffentlichkeitsarbeit; www.nabu-wallnau.de
Fon: 04372/80 6910, Fax: 04372/14 45 cornelia.sternke@nabu-wallnau.de