Windmühlen auf
Fehmarn
Der wind weht schon seit Jahrhunderten über die Insel, Klar das
sich die Insulaner diese Wind zu
nutze
machten und auch noch machen.
Eines der romantischsten Zeugnisse dieser Zeit ist die alte Segelwindmühle
genannt "Jachen Flünk".
Die Segelwindmühle „Jachen Flünk“ (plattdt. „jagender/eilender Flügel“) in Lemkenhafen wurde 1787 vom Kornhändler und Schiffsreeder Joachim Rahlff gebaut. In der sog. Schillingsmöhl wurde Gerste und Weizen zu Grütze und Graupen vermahlen. Um 1900 waren in der Mühle fünf bis sechs Gesellen sowie weitere Hilfskräfte beschäftigt. Die 1954 stillgelegte Mühle ging in den Besitz des Vereins zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer über und ist seit 1962 das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum.
Wie auch Schiffen wurde den Mühlen
eine eigene Persönlichkeit nachgesagt, und der Name Jachen Flünk
bedeutet in Hochdeutsch "Eilender Flügel"
Diese ist nicht nur die letzte Windmühle Fehmarns sondern die Europaweit
einzige erhaltene Segelwindmühle. Zu finden hier auf Fehmarn in
Lemkenhafen.
Sie ist das letzte Relikt einer Lemkenhafener Wirtschaftsblüte
und ist am östlichen Ortsrand gelegen. Wie auch immer, eine erhaltene
windmühle von damals ist ein Denkmal der Arbeitswelt von früher
und ein schmückendes Bauwerk für den Ort und die Landschaft.
Hier wurde in den Jahren 1787 bis 1953 Fehmarnsches Getreide zu Grütze
und Graupen gemahlen. Die mächtigen eigentlich winddurchlässigen,
da nur aus einem Holzgitter bestehenden Flügel wurden je nach bedarf
und Wetterlage an den Enden, zur hälfte oder auch ganz mit Segeltuch
bespannt und in den Wind gedreht.
Auch heute noch werden dann und wann die Segel gesetzt und man kann
dann die Funktion des
Mahlwerkes
in voller Aktion erleben.
Heute ist die Mühle ein Museum und für jedermann zu besichtigen,
aber das dies so ist verdanken wir dem Fehmarner Heimatforscher "
Peter Wiepert" der hier nicht vergessen werden sollte. Die Mühle
stellte 1954 Ihren Dienst ein und sollte abgerissen werden. Wurde aber
nach langen Verhandlungen unter Denkmalschutz gestellt und vom "Verein
zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer e.V." restauriert. Im
Jahre 1962 konnte die nunmehrige Museumsmühle ihre Flügel
wieder drehen. Doch 1986 zerlegte ein Sturm die die Flügel und
die Galerie in ihre Einzelteile. Der Heimat und Museumsverein sorgten
für die Rettung und den Wiederaufbau der Mühle zu Lemkenhafen.
Es ist eine besondere Atmosphäre wenn man die steilen eitern oder
Stiegen in der Mühle hinaufsteigt um dann die alte Mühlentechnik
mit dem Klüver Getriebe und den Hauptwellen und Kornsichter oder
dem Schneckentrieur zu besichtigen.
Aus den kleinen Fenstern der Mühle hat man in alle Richtungen einen
wunderschönen Blick über die Insel. Der besuch der europaweit
letzten Funktionierenden Segelwindmühle sollte
eigentlich
auf jeden Fall eingeplant werden.
Aber es gibt auch noch andere Mühlen und Windräder auf Fehmarn.